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Liesel - Das Handarbeitsmagazin der Hobbyfabrik |
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• Handarbeitsmagazin
• Lehrgang - häkeln
Den Häkellehrgang ( Texte und Fotos) veröffentlichen wir mit freundlicher Genehmigung des Burda - Verlages.
"burda"-Häkel Lehrbuch, Band 1, 1980, ISBN 3-920 158-48-2.. Vielen Dank.
Das
Häkeln ist leichter zu erlernen als das Stricken. Man arbeitet nur mit
1 Nadel, jede Masche ist in sich abgeschlossen. Mit Ausnahme der
Luftmasche wird eine Häkelmasche in eine bereits vorhandene Masche oder
in einen Stoffrand gearbeitet. Ist ein Fehler unterlaufen, wird die
Arbeit bis zur fehlerhaften Stelle aufgelöst. Maschen können
hierbei nicht "fallen" - wie das z.B. beim Stricken sehr leicht
möglich ist.
Nicht so beim Häkeln in der Runde! Man kann (muss
aber nicht) alle folgenden Runden häkeln, ohne beim Übergang von
der einen zur nächsten die Arbeit zu wenden. Da sich das Maschenbild
auf Ober-und Unterseite nicht gleicht, sehen auch ein und dieselben
Maschen beim Häkeln in Reihen anders aus als beim Häkeln in der
Runde (vergleiche die Abb. 10,11 mit den Abb. 13 bis 18 (im
Verlauf des Lehrgangs).

 Quelle: "burda"-Häkel Lehrbuch, Band 1, 1980, ISBN 3-920 158-48-2.
Man
häkelt grundsätzlich von rechts nach links. Dabei führt die linke Hand
den vom Knäuel kommenden Faden ( Abb1), und sie hält die
Anfangsschlinge, den Luftmaschenanschlag und später das bereits
gehäkelte Stück (Abb.2). Die rechte Hand betätigt die Häkelnadel. Ob
man sie dabei wie ein Bleistift (Abb. 3) oder wie eine Stricknadel
(Abb.4) in die Hand nimmt, ändert nichts am Resultat. Man sollte sich
jene Haltung aneignen, die einem als die einfachere, die "leichtere"
erscheint. Einzelne nebeneinandergehäkelte Maschen bilden eine
Reihe. Am Ende derselben muss "gewendet" werden; was bisher der
Oberseite war, ist nun die Unterseite - und umgekehrt.
Anfangsschlinge, Luftmasche und Luftmaschenanschlag Quelle: "burda"-Häkel Lehrbuch, Band 1, 1980, ISBN 3-920 158-48-2.
Jede
Häkelei beginnt mit einer Fadenschlinge, Abb. 5a bis c. Bei
wiederholtem Durchholen des Fadens mit der Häkelnadel durch die auf der
Nadel liegende Schling entstehen Luftmaschen, Abb. 6. Luftmaschen
ähneln den Gliedern einer Kette - daher bezeichnet man eine Reihe von
Luftmaschen auch als eine "Luftmaschenkette".
Die Kettmasche
 Quelle: "burda"-Häkel Lehrbuch, Band 1, 1980, ISBN 3-920 158-48-2.
Niedrigste
Häkelmasche ist die Kettmasche; Abb. 7 erklärt die Ausführung: Die
Nadel durch die betreffende Masche führe, den von Knäuel kommenden
Faden in Pfeilrichtung durchholen und in einem Zug durch die Masche und
die auf der Nadel liegende Schlinge ziehen. Mit Kettmaschen überhäkelt
man Übergänge an Reihen- oder Rundenanfang. In der Abb. 8 sind rechts
feste Maschen mit Kettmaschen übergangen und anschließend feste Maschen
gehäkelt. Kettmaschen kann man auch "aufhäkeln" (Abb 8a).
Die feste Masche
Die
nächsthöhere Masche neben der Kettmasche ist die feste Masche. Sie
füllt annähernd ein kleines Quatrat. Die Abbildungen 9a - d erleutern
die Ausführung; a - in die Masche des Anschlages oder vorhergehenden Reihe (Runde) einstechen; b - Faden durchholen; c
- den von Knäuel kommenden Faden in Pfeilrichtung in einem Zug durch
beide auf der Nadel liegenden Schlingen ziehen, d.h. " mit 1 Unschlag
abmaschen". - die fertige feste Masche.
Quelle: "burda"-Häkel Lehrbuch, Band 1, 1980, ISBN 3-920 158-48-2.
Das Maschenglied, das durch das Abmaschen entsteht und paralell zu
denen der Vorreihe verläuft, wird als "Abmaschglied" bezeichnet.
Feste Maschen in Reihen
Beim
Häkeln in Reihen muss die Höhe der 1. Masche durch 1 oder 2
Luftmaschen ersetzt werden; 1 Luftmasche genügt, wenn damit lediglich
ein Übergang geschaffen werden soll. Folgt auf den Luftmaschenanschlag
1 Reihe feste Maschen, ist die 1. Masche in die 2. Luftmasche ab Nadel
zu häkeln. In allen folgenden Reihen ist in jede
feste Masche der Vorreihe 1 feste Masche zu häkeln (Abb.10) Häkelt man
jedoch 2 Luftmaschen (in einer Anleitung heißt es dann "mit 2
Luftmaschen wenden"), muss die 1. Masche in die 3. Luftmasche des
Anschlags folgen. In den nächsten Reihen wird die 1. Masche der Vorreihe
übergangen und die letzte in die oberste, in die 2. der beiden
"Wende-Luftmaschen", gehäkelt, Abb. 11.
 Quelle: "burda"-Häkel Lehrbuch, Band 1, 1980, ISBN 3-920 158-48-2.
Deutlicher kann das mit der Häkelschrift ausgedrück werden:
 Quelle: "burda"-Häkel Lehrbuch, Band 1, 1980, ISBN 3-920 158-48-2.
Beide
Häkelschriften, Abb. 10a und 11a, zeigen über einem Anschlag aus 11
Luftmaschen 3 Reihen feste Maschen. Der Pfeil deutet auf die 1.
Luftmasche des Anschlages. Beim Wenden mit 1 Luftmasche, Abb. 10 und
10a, fallen die Ränder nicht ganz so glatt aus wie beim Wenden
mit 2 Luftmaschen, dazu Abb. 11 und 11a.
Fortsetzung
Häkellehrgang ( verwandte Maschen der festen Masche, Veränderung
durch unterschiedliches Einstechen. Verschiedene Formen aus festen
Maschen gehäkelt.) - Teil 2 hier....
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