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Liesel - Das Handarbeitsmagazin der Hobbyfabrik |
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• Handarbeitsmagazin
• Lehrgang Stricken
Den Strickkurs und die Fotos von den Fotos veröffentlichen wir mit
freundlicher Genehmigung des Xenos - Verlag (Titel: 500 Strickmuster Teil 1 aus 1984) . Vielen Dank für die Kooperation.
- Hinweise über Strickgarne und Garnkauf mehr...
- Die Grundmaschen, abketten, Maschenprobe mehr...
- Ausarbeitung und Stricken von grafischen Mustern mehr..
- Lehrgang Socken (Damen-Herren-Kinder) für alle Größen mit Tabelle. mehr...
Schließen der Nähte und Ausarbeitung:
Aufheben einer Masche:
Wenn
eine Masche von der Nadel fällt, ist es im allgemeinen einfach, sie
sofort wieder aufzuheben, selbst wenn sie eine Reihe tiefer gefallen
ist. Die Masche und den darüberliegenden waagerechten Faden einfach auf
die rechte Nadel heben. Dann die linke Nadel in die Masche einstechen
und den waagerechten Faden mit der rechten Nadel durch die Masche
ziehen, um die Masche zu bildem, die sich dann wieder an dem richtigen
Platz befindet.
Wenn jedoch eine Masche unbemerkt von der Nadel gefallen ist, kann es
leicht vorkommen, dass sich über mehrere Reihen nach unten eine Leiter
bildet. In diesem Fall sticht man auf der Vorderseite oder der rechts
gestrickten Seite mit einer Häkelnadel in die gefallene Masche ein und
häkelt an jeweils einem waagerechten Faden eine Masche hoch, bis sie
wieder auf die Stricknadel aufgenommen werden kann. Wenn mehrere
Maschen von der Nadel gefallen sind, müssen die anderen maschen mit
einer Sicherheitsnadel festgehalten werden, bis sie wieder aufgehoben
werden.
Zusammennähen mit Maschenstich:
Mit
dem Maschenstich kann man zwei Strickteile unsichtbar zusammenfügen.
Die Ränder werden nicht abgekettet. Die Strickteile können entweder
zusammengefügt werden, während sie sich noch auf der Nadel befinden,
oder nachdem die Nadeln herausgezogen worden sind.
Strickteile auf den Nadeln
Einen
Faden des Strickgarns in eine Wollnähnadel oder stumpfe Sticknadel
einfädeln. Die beiden zusammenzufügenden Teile mit der rechten Seite
nach oben aneinanderlegen und die Stricknadeln in der linken Hand
halten. * Die Wollnähnadel wie beim Rechtsstricken in die erste masche
von der Stricknadel gleiten lassen. Die Nähnadel wie beim Linksstricken
in die zweite Masche auf derselben Nadel einstechen und die Masche auf
der Nadel lassen.Ab * wiederholen. Den Faden so durchziehen, dass die
gebildeten Maschen von der gleichen Größe wie die gestrickten Maschen
sind. ZUm Abschluss die losen Enden auf der Rückseite der Arbeit
vernähen.
Strickteile bei herausgezogenen Nadel
Die
zusammenzufügenden Teile sorgfältig aneinander legen, so dass die
Maschen des unteren Teils mit denen des oberen Teils übereinstimmen.
Einen Faden des Strickgarns in eine Wollnähnadel oder stumpfe
Sticknadel einfädeln. Am rechten Rand beginnen. Die Nadel von unten in
die erste Masche des oberenTeils einstechen, von oben in die erste
Masche des unteren Teils und von unten in die zweite Masche nach links
einstechen. * Am oberen Teil die Nadel wieder von oben in die Masche
einstechen, in die sie zuvor von unten eingestochen wurde, und in die
zweite Masche nach links von unten einstechen. Am unteren Teil die
Nadel von oben in die Masche einstechen, in die sie zuvor von
unten eingestochen wurde, und von unten in die nächste Masche
nach links einstechen. Ab * wiederholen.
Schließen der Nähte mit Steppstich:
Einen
Faden des Strickgarns in eine Wollnähnadel oder stumpfe Sticknadel
einfädeln. Die zusammenzunähenden Teile mit der Vorderseite nach innen
aneinanderlegen. Darauf achten, dass Reihen und Muster des einen Teils
mit denen des anderen Teils übereinstimmen. Mit dem Steppstich die
beiden Teile am Rand zusammennähen.
Diese Methode wird zum Zusammennähen von Teilen am häufigste verwendet.
Wenn Sie jedoch ein perfektes Kleidungsstück haben möchten, empfielt es
sich, alle Nähte mit dem Matrartenstich zu schließen.
Schließen der Nähte mit Matratzenstich:
Die
nachstehenden Abbildungen geben eine grafische Darstellung des
Matratzenstiches, den wir für die meisten Nähte benutzen, da hiermt ein
besonders sauberes und perfektes Resultat erzielt werden kann. Der
Matratzenstich kann entweder eine Masche vom Rand (Abb. a ) oder eine
halbe Masche vom Rand (Abb b) gearbeitet werden, je nachdem, wie sauber
der Rand und wie stark die Wolle ist. Wenn die glatt rechts gestrickte
Seite die Vorderseite der Arbeit ist, werden zwei Reihen auf einmal
gefasst ( siehe Abb a und b); wenn die liks gestrickte Seite als
Vorderseite benutzt wird, wird nur eine Reihe auf einmal gefasst (siehe
Abb. c), doch wird Ihnen die Erfahrung zeigen, was erfoderlich ist.
Abb. a und Abb. b
Das
Erfolgsrezept für das Schließen der Nähte mit dem Matratzenstich liegt
darin, den Saum elastisch zu halten, ohne ihn zu sehr zu dehmen. Am
besten ist es, wenn man den matratzenstich lose über 1 bis 2 cm
arbeitet und dann den Faden sehr straff anzieht, so dass die Maschen
fest zusammengehalten werden. dann die Naht etwas dehnen, um sie
elastisch zu machen, und den nächsten Abschnitt nähen.
Abb. c
Wenn
Sie Ihre Strickteile normalerweise auf eine andere Methode
zusammennähen, wird es eine Weile dauern, bis Sie die Kunsr des
Matratzenstichs beherrschen. Die Übung mach jedoch den Meister, und die
schönen Nähte, die Sie dabei erhalten, sind durchaus der Mähe wert. Ein
Vorteil bei dem Matratzenstich liegt darin, dass man unterschiedlich
geformte Ränder recht einfach zusammennähen kann; da Sie stets auf der
Vorderseite Ihrer Strickteile arbeiten, können Sie stets Ihren
Fortschritt verfolgen und die Naht sauber halten .
Wiederauffassen der Maschen am Rand:
Nach
Fertigstellen der Hauptstrickarbeit ist es oft erforderlich, einige
Reihen hinzuzufügen, wenn z.B. eine Borte oder Leiste gearbeitet werden
muss. Bisweilen werden diese Teile separat gestrickt, doch ist es
schneller und sauberer, die Maschen am Rand wieder aufzufassen und
direkt anzustricken.
Zum Wiederauffassen der Maschen an einem
angeschlagenen oder abgekettenen Rand, wie z.B. beim Anstricken einer
Borte oder eines Kragens, wsird die Stricknadel in die erste Masche
eingestochen. Den Faden um die Nadel schlagen und eine Schlinge
durchziehen, um eine Masche zu bilden. Diesen Vorgang wiederholen, bis
die gewünschte Maschenzahl erreicht ist. Zum Wiederauffassen von
Maschen an Seitenrändern, wie z.B. beim Arbeiten einer Knopfleiste an
einer Strickjacke, wird die Nadelspitze zwischen der ersten und zweiten
Reihe 1 Masche bzw. 1/2 Masche vom Rand eingestochen. Den Faden um die
Nadel schlagen und eine Schlinge durchziehen. Oft ist die Zahl der
maschen, die wieder aufgefasst werden müssen, nicht die gleiche wie die
Maschen- oder Reihenzahl am Rand. Es ist einfacher, die maschen wieder
aufzufassen, wenn Sie die Länge des Randes in halb teilen und diesen
Vorgang wiederhiolen, bis Sie Achtel erhalten. Diese mit einer
Stecknadel kennzeichnen. Die Zahl der aufzufassenden Maschen dann
ebenfalls durch acht teilen und etwa diese Maschenzahl in jedem
Abschnitt auffassen.
Stricken von grafischen Mustern:
Einsetzen einer neuen Farbe:
Das
Einsetzen eines neuen Strickfadens sollte, wo möglich, immer am beginn
einer Reihe erfolgen. Wenn in der Strickfläche eingesetzt wird, einfach
einen neuen Strickfaden aufheben und weiterstricken. Nach einigen Reihe
das alte und neue Fadenende sauber auf der Rückseite der Arbeit
vernähen.
Einstricken von grafischen Mustern:
Diese
Methode ist bei grafischen Mustern mit sich wiederholenden
kleinen Motiven zu verwenden. Die zweite Farbe wird zusammen mit der
ersten Farbe in der linken Hnad gehalten. Den ersteh Faden über den
kleinen Finger, unter den Ring- und Mittelfinger und über den
Zeigefinger legen. Den zweiten Faden von unten zwischen dem kleinen und
Ringfinger über den Ring-, Mittel- und Zeigefinger führen und um den
Zeigefinger schlagen. Mit diesen Fäden abwechselnd stricken. Damit die
Fäden gut gleiten, die linke Hand leicht nach rückwärts gewegen. Der
mitgeführte Faden liegt stets auf der Rückseite der Arbeit. Er darf
nicht zu stramm gezogen werden, damit sich das Strickstück nicht
zusammenzieht. Auf der Rückseite beim Stricken des oberen Fadens den
unteren Faden mit dem linken Daumen nach unten halten. Beim Stricken
des unteren Fadens mit der Nadel hinter dem oberen Faden in die
folgende Masche kinks stricken. Längere Spannfänden wie folgt
befestigen: Auf der Rückseite der Arbeit bei jeder dritten masche den
Spannfaden zischen dem Strickfaden und der Arbeit einlegen. Es ist
möglich, jede zweite Masche eines 'Fairisle'-Musters auf diese Weise zu
arbeiten. Hierbei ergibt sich ein sauberes Bild auf der Rückseite der
Arbeit, jedoch verändert sich die Form der Maschen und des
Strickstücks. Diese Methode nur dann verwenden, wenn sie speziell in
der Strickanleitung empfohlen wird.
Große Farbmotive:
Wenn
große Farbmotive jeweils über eine große Fläche gestrickt werden,
empfielt es sich, ein separates Knäuel für jeden Abschnitt zu
verwenden. Mein Stricken mit separaten Knäueln müssen die Fänden beim
Farbwechsel überkreuzt werden, da sonst ein Loch zwischen den Farben
entsteht. Wenn der Farbwechsel in einer sekrechten Linie stattfindet,
müssen die Fäden sowohl in der Hinreihe als auch in der Rückreihe
überkreuzt werden. Beim Farbwechsel in einer schräglaufenden Linie sind
die Fäden nur in jeder zweiten Reihe zu überkreuzen.
(a)
Wenn die Farbe schräg nach rechts läuft, sind die Fäden der rechten
Reihe zu kreuzen. Die erste Farbe vor die zweite Farbe legen und
fallenlassen., dann die zweite Farbe aufheben und damit weiterstricken.
In der linken Reihe verläuft die schräge Linie so, dass die Fäden sich
automatisch kreuzen.
(b)
Wenn die Farbe schräg nach links läuft, müssen die Fäden in der linken
Reihe gekreuzt werden. In der rechten Reihe verläuft die schräge Linie
so, dass die Fäden sich automatisch kreuzen.
Aufsticken mit Maschenstich:
Bunte
Motive können mit dem Maschenstich so auf ein Strickstück aufgestickt
werden, dass sie wie gestrickt aussehen. Diese Methode ist sehr
nützlich und vielseitig. Wenn ein Muster einen sehr dünnen Streifen
oder weit auseinanderliegende bunte Motive aufweist, ist es oft
einfacher, diese nach dem Stricken auffzusticken als sie einzustricken.
(a) Beim Aufsticken einer waagerechten Linie von rechts nach links
arbeiten. Den Faden unsichtbar auf der Rückseite vernähen. In der Mitte
einer Masche mit der Nadel von unten nach oben durchstechen. Die Nadel
unter der darüberliegenden Masche von rechts nach links durchführen und
von oben nach unten in der Mitte der gleichen Masche durchstechen.
Bei
einer genauen Nachbildung der Maschen muss für die Stickerei der
gleiche Garntyp wie für das Stricken verwendet werden. Wenn
auffallendere dekorative Effekte erzielt werden sollen, kann jedes
geeignete Stick- oder Strickgarn benutzt werden.
(b) Beim Aufsticken einer senkrechten Linie von unten nach oben
arbeiten. In der Mitte der Masche mit der Nadel von unten nach oben
durchstechen, die Nadel unter der darüberliegenden Masche von rechts
nach links durchführen und wieder von oben nach unten in der Mitte der gleichen Masche durchstechen.
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